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Bistum Fulda

"Einladender und innovativer werden"

Bistum Fulda ermutigt Gemeinden: "Rausgehen aus der eigenen Komfortzone"

Fulda. Wie können christliche Gemeinden wachsen - einladender, innovativer und missionarischer werden? Mit dieser Frage haben sich am Samstag (7.11.) rund hundert haupt- und ehrenamtlich Aktive aus dem Bistum Fulda bei einem Fortbildungstag befasst.  „Es geht darum, rauszugehen aus der eigenen Komfortzone und ein echtes Herz für Menschen zu entwickeln - auch auf unvermuteten, noch nicht gegangenen Wegen. Wir arbeiten im Bistum Fulda daran, das stärker zu ermöglichen“, erklärt Simone Twents, die das Referat für Glaubenskommunikation und Pastorale Innovation des Bistums leitet. Der über ein Videokonferenzsystem organisierte Fortbildungstag („forumGO!") folgte der Aufforderung: „Lasst uns das Glück doch einfach teilen.“


"Solidarische Karawane" im Dialog: "Was brauchst Du denn?"

So konnten Teilnehmer reflektieren, was dieses Glück für sie - mit ihrer persönlichen Glaubenserfahrung - bedeutet und mit wem sie dieses Glück in welcher Weise teilen können. "Das ist unsere Berufung: Gott kennen zu lernen und ihn bekannt zu machen", erklärte Thomas Bretz, Referent für Neuevangelisierung in der Abteilung Seelsorge des Generalvikariates Fulda.  Hauptreferent war Otto Neubauer (Wien), Leiter der „Akademie für Dialog und Mission“ der Gemeinschaft Emmanuel. Er ermutigte dazu, dorthin zu gehen, wo Menschen sind, die sich nicht der christlichen Gemeinde zugehörig fühlen - dabei könne es sich auch um eine Arbeitskollegin, einen Nachbar oder einen Vereinskameraden handeln. Der Prozess des Dialoges sei zunächst einmal ein Dienen - nicht des Urteilens oder Beurteilens dieser Gesellschaft. Glaube weiterzugeben bedeute nicht nur, etwas Kostbares zu teilen: "Ich höre und lerne auch, was der andere mir zu geben hat." Dieses Zuhören, das Einüben in den Dialog, helfe, eine Art "solidarische Karawane" zu werden: "Dass wir einander zuhören: Was brauchst Du denn?" 

 

Segen des Bischofs - gemeinsam beten in Videokonferenz

Neubauer organisiert seit 25 Jahren Pfarrei-Missionen neueren Stils in ganz Europa und beschreitet mit dem Erzbistum Wien aufregend neue Wege der Evangelisierung und des Dialogs - zudem ist er Autor des Buches: „Mission Possible“.  Er gab dem Forum inspirierende Impulse - das Arbeiten in Kleingruppen (in digitalen Breakout-Räumen) ermöglichte einen intensiven Erfahrungsaustausch zum Beispiel zum Themenfeld:  „Leidenschaftlich missionarisch und echt dialogisch – geht das?“ Auch Bischof Dr. Michael Gerber beteiligte sich am  Fortbildungstag und griff die Bezeichnung von der "solidarischen Karawane" auf. Sie passe auch auf den Zustand und die Herausforderungen der Kirche: Die Gemeinden, Einrichtungen und Engagierten im Bistum Fulda müssten sich in einer solidarischen Karawane auf den Weg machen und sich - wie bei einer Wüstenwanderung - gegenseitig ergänzen und dabei unterstützen, wichtige Quellen zu finden. Schon in der Bibel als Kraftquelle sei nachzulesen, wie Menschen, die an einer Vision festhalten, mit Gottes Hilfe neue Wege suchen und finden könnten. Zu Abschluss der Fortbildung spendete der Bischof von Fulda den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Segen - digital, via Videokonferenzsystem. Gerber bewertete das Videokonferenz-Forum als Zeichen dafür, dass die Kirche auch in Zeiten der Coronakrise bisher ungenutzte Möglichkeiten finde, auf Menschen zuzugehen und aktiv zu bleiben.      

 

Ermutigende Resonanz: "Digitale Nähe ist möglich: Sehr gut"

Das zunächst als Präsenzveranstaltung geplante  „forumGO!"   war - mit Blick auf die sich verändernde Corona-Situation - mehrmals angepasst worden. Nachdem durch den Teil-Lockdown im November auch keine Präsenz–Veranstaltung mit reduzierter Teilnehmerzahl und größeren Abständen möglich war, wurde die Fortbildung innerhalb weniger Tagen in ein Videokonferenz-Format verwandelt, das bei den Teilnehmenden auf große Akzeptanz stieß. Wie die Rückmeldungen einer Digital-Umfrage zeigen (z. B.: "sehr gute Alternative, danke dafür!", "lieber digital und kompromiert, als ausfallen lassen", "technisch super gut, abwechslungsreich und spannend gemacht!", "echt großes Kompliment!",  "Cool! Gut, spart Zeit und Weg. Gerne häufiger!", "erstaunlich erfrischend, digitale Nähe ist möglich: Sehr gut.") ist die Resonanz hervorragend. Projektleiter Thomas Bretz freut sich: "Die Fortbildung hat gezeigt,  was digital doch auch möglich ist: Inhalte zu transportieren, die berühren - ein ermutigender, persönlicher Austausch mit beeindruckender Gemeinschaft und Gebetsatmosphäre". " Wir haben gemerkt, was wir können - auch wenn uns analoge Wege versperrt bleiben: Wir müssen mehr positive Irritationen schaffen und mutiger aus dem Vertrauten herausgehen“, ergänzt Simone Twents. Das "ForumGO 2020" war  die neunte Ausgabe dieser Fortbildungsreihe,  die es seit 2010 gibt. Weitere Information dazu hier:  http://www.forumgo.bistum-fulda.de



08.11.2020


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